Handy-Viren – besteht eine Gefahr für aktuelle Smartphones?

Anders als Computer sind Handys sicher vor Trojaner und vor möglichen Viren-Angriffen – ein folgenschwerer Irrglaube. Inzwischen sind auch Smartphones zur beliebten Zielscheibe von Virus- und Hackerangriffen geworden. Tausende von Viren sind auf der Jagd nach persönlichen und sensiblen Daten wie Passwörter. Selbst das Online-Banking Verfahren mTan, das bislang als äußerst sicher galt, ist den meisten Hackerangriffen nahezu schutzlos ausgeliefert. Obwohl Windows-Computer nach wie vor das beliebte Angriffsziel für Virus- und Mailsoftware-Angriffe ist, so sehen doch die Hacker in Handys eine neue verlockende Herausforderung. Denn eine Virus- und Schadsoftware kann auf jedes Handy zugreifen, welches eine Java-Anwendung ausführt. Und dieses betrifft beinahe alle auf dem Markt vertretbaren Modelle. Hinzu kommt, dass Handys durch den Internetaufbau mittels Bluetooth, WLAN, UMTS und HSDPA eine zusätzliche Angriffsfläche für Hackerangriffe bieten. So warnen die Sicherheitsexperten vor neuen Virus-und Schadsoftware-Attacken besonders im Bereich mobiler Telefonie und mobilem Surfen im Internet. So wurden im Juli 2010 über 44 neuartigen Modifikationen von Malware und über 140 sogenannte Malware-Familien in nahezu Tausend Modifikationen entdeckt. Was besonders beunruhigend erscheint, da vor etwa einem Jahr nur etwa 500 solche Malware-Variationen bekannt waren. Besonders das mobile Online-Banking Verfahren mTan ist betroffen.

mTan Verfahren gefährdet

Selbst das bis heute sicher geglaubte mTan Verfahren, welches mittels einer SMS eine nur für kurzen Zeitraum gültige Transaktionsnummer verschickt, stellt für sämtliche Virus- und Trojaner Angriffe auf den Handys keine besonders schwere Hürde mehr dar. So stellt laut TÜV Rheinland die “wirkungsvolle Absicherung gegen unbefugten Zugriff von außen agierten Systeme” keinen adäquaten Schutz mehr dar. Darüber hinaus lässt sich ein Handy-Virus äußerst leicht programmieren – sogar für einen Laien. So programmierte, zum Beispiel ein völlig ungeübter Reporter, der nur über geringes Hintergrundwissen auf dem Gebiet Programmierung verfügte, einen als Spiele-Anwendung getarnten Trojaner, welcher im Hintergrund auf sämtlichen Handys die sensiblen Daten ausspähen konnte. Ein Virus kann sich durch eine vermeintlich harmlose Systemnachricht wie ein Update im System einnisten,  oder verbreitet sich über drahtlose Netzwerk-Schnittstellen wie WLAN oder Bluetooth. Trotzdem sollte man sich natürlich nicht den Spaß an der Handynutzung verderben lassen. Wer sensible Daten sorgsam verwahrt, und sich regelmäßig über Bedrohungen durch Hacker auf dem Laufenden hält, kann großen Nutzen aus einem Smartphone ziehen. Interessierte finden z.B. bei BASE eine große Auswahl aktueller Smartphones. Base Startseite

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